Casino mit hoher Gewinnchance 2026 in Österreich: Lizenz, Limits und Spielerschutz
Stand: 30 September 2026 · Geprüft gegen das österreichische Glücksspielgesetz (GSpG) und die Konzessionsregister des Bundesministeriums für Finanzen (BMF)

Wer nach einem „casino mit hoher gewinnchance“ in Österreich sucht, landet fast immer bei derselben Frage, die mit dem Spielkatalog selbst noch gar nichts zu tun hat: Was ist hier eigentlich erlaubt? In Österreich ist die Antwort knapp und ungewöhnlich streng. Nur ein einziger Anbieter – win2day, betrieben von der Österreichischen Lotterien Gesellschaft – hält die Konzession für Online-Glücksspiel. Jedes andere Online-Casino ist gegenüber österreichischen Spielern unbefugt, gleichgültig, welche EU-Lizenz es sonst vorweisen kann. Dieser Text klärt, was win2day auf seinen eigenen Seiten anbietet, was das für Limits und Spielerschutz bedeutet, was bei ausländischen Anbietern an Spielerschutz wegfällt, und was die Rechtsprechung des Obersten Gerichtshofs aus einem Vertrag mit einem nicht konzessionierten Anbieter macht.
Inhaltsverzeichnis
- Die Spielauswahl bei win2day: Was „hohe Gewinnchance“ hier konkret heißt
- Funktionsweise: Was win2day konkret von der Registrierung bis zur Auszahlung regelt
- Übersicht: Was der Begriff „casino mit hoher gewinnchance“ in Österreich überhaupt bedeuten kann
- Rechtslage: Warum in Österreich nur Win2day.at legal ist
- Spielerschutz und Responsible Gaming: Die Pflichttools bei win2day
- Mobile Nutzung: win2day auf Smartphone und Tablet
- Die zehn Anbieter im Überblick: Wer steht in Österreich, wer hat eine Konzession, wer nicht
- Was die win2day-Limits in der Praxis bedeuten
- Häufig gestellte Fragen
Die Spielauswahl bei win2day: Was „hohe Gewinnchance“ hier konkret heißt
Welche Spiele win2day überhaupt anbietet
Bei win2day treffen Online-Glücksspiel und österreichisches Glücksspielmonopol direkt aufeinander. Das Angebot umfasst elektronische Lotterien, Casino-Spiele und Live-Casino-Tische. Wer hier spielt, spielt innerhalb des gesetzlich zulässigen Rahmens, weshalb das, was an Auszahlungsquote und Spielmechanik an die Wand gemalt wird, in der Realität auch eintritt – und nicht durch eine Klausel im Kleingedruckten wieder zunichtegemacht werden kann. Die Kehrseite: Das Spielangebot ist kleiner als bei einem typischen Malta-Anbieter, der ohne Rücksicht auf eine Konzession in jedem Drittstaat Spieler akquiriert.
Im Live-Casino-Bereich arbeitet win2day mit etablierten Studios zusammen; die Tische werden in deutscher Sprache moderiert, was gerade für Gelegenheitsspieler einen Unterschied macht, die nicht in englischsprachigen Runden mitlesen wollen. Slots bilden den größten Block, darunter Klassiker mit hoher Wiedererkennbarkeit, daneben eine wachsende Zahl an Titeln aus dem Bereich der progressiven Jackpots. Roulette, Blackjack und Baccarat ergänzen das Programm, ergänzt um elektronische Lotterien, die unter § 12a GSpG fallen und damit rechtlich den Kern des Angebots bilden.
Was „Gewinnchance“ in einem Glücksspiel überhaupt bedeuten kann
Der Begriff „Gewinnchance“ gehört zu den am häufigsten missbrauchten Vokabeln im gesamten Markt. Wer ihn benutzt, kann dreierlei meinen: die Auszahlungsquote eines Spiels (RTP – Return to Player, also jener Prozentsatz der Einsätze, der über die Masse der Spiele wieder an die Spieler zurückfließt), die Volatilität (wie oft und in welcher Höhe ein Spiel auszahlt) oder schlicht die Trefferquote bei einer einzelnen Spielrunde. Diese drei Größen gehorchen unterschiedlichen Logiken, und sie sagen Unterschiedliches über das, was einen Spieler Monat für Monat erwartet. Bei Tischspielen wie Blackjack oder Baccarat liegt die RTP nahe an den theoretischen Höchstwerten, sofern man nach vollständig gespielter Strategie spielt. Bei Slots schwankt die RTP je nach Titel erheblich; einzelne Spielinformationen sind hier die einzige verlässliche Quelle, weil Allgemeinplätze über „hochvolatile“ oder „niedrigvolatile“ Spiele genau das nicht hergeben.
„Casino mit hoher Gewinnchance“ ist also weniger eine Frage des Anbieters als eine Frage des Einzeltitels und der Spielmechanik. Wer wissen will, was ein bestimmtes Spiel langfristig zurückgibt, muss den konkreten RTP anschauen. Wer wissen will, wie stark das Spiel schwankt, muss die Volatilitätsklasse prüfen. Und wer wissen will, was ein Anbieter tatsächlich anbietet, muss nachsehen, ob dieser Titel überhaupt im Programm ist. Bei win2day sind die Spielinformationen zugänglich; die Limits, die das Angebot rahmen, sind es ebenfalls.
Live-Tische und elektronische Lotterien im Vergleich
Wer schon einmal in einem konzessionierten ausländischen Online-Casino gespielt hat, kennt den Eindruck, dass „mehr Spiele“ automatisch „mehr Auswahl“ bedeutet. Bei näherer Betrachtung verschiebt sich das Bild: Ein großer Katalog bedeutet auch mehr Titel mit niedriger RTP, mehr mechanische Spielautomaten mit künstlich langsamer Auszahlung und mehr Variationen, die untereinander kaum unterscheidbar sind. Bei win2day ist die Auswahl enger, dafür sind die Limits und der rechtliche Rahmen klar. Wer einen Titel sucht, der über die RTP-Angabe hinausgeht, etwa ein bestimmtes Live-Roulette mit deutschsprachigem Dealer, findet ihn im Live-Casino-Bereich; wer eine bestimmte Slot-Variante sucht, die nur Malta-Anbieter im Programm haben, sucht sie hier vergebens.
Die Frage „Welche Gewinnchance bietet das Online-Casino?“ hat deswegen keine einfache Antwort. Sie hängt am konkreten Spiel und am konkreten Anbieter. Und in Österreich ist die Liste der Anbieter, die überhaupt zulässig spielen lassen dürfen, auf eine Handvoll Namen begrenzt.
Funktionsweise: Was win2day konkret von der Registrierung bis zur Auszahlung regelt
Kontoeröffnung und Identitätsprüfung
Wer bei win2day spielen will, muss volljährig sein, einen Wohnsitz in Österreich haben und sich identifizieren. Die Identitätsprüfung läuft wahlweise über ID Austria, Online-Banking, Foto-Ident mit Chip oder Video-Ident. Wer das nicht online machen will, kann die Identität offline an einem WINWIN-Standort, in einem Kundencenter oder per Ident.Brief bestätigen lassen. Geprüft wird zwingend vor der ersten Auszahlung, bei einer Limiterhöhung über 1.680 Euro monatlich und bei kumulierten Einzahlungen über 400 Euro ab 26 Jahren beziehungsweise über 250 Euro unter 26 Jahren. Das ist kein Zufall, sondern die direkte Folge der gesetzlichen Spielerschutzvorgaben: Je höher die Einzahlungen laufen, desto früher greift die Pflicht zur Bestätigung. Wer hier spielt, spielt nicht anonym. Wer genau das nicht will, kann bei win2day nicht spielen.

Die Online-Identitätsprüfung klingt nach Bürokratie, ist aber auch ein Schutz: Wer seine Identität bestätigt hat, dessen Auszahlung geht später reibungsloser durch, weil die Bank die Herkunft des Geldes nachvollziehen kann. Bei nicht konzessionierten Anbietern fehlt diese Vorprüfung; die Auszahlung hängt an internen Compliance-Regeln des Anbieters, die sich jederzeit ändern können.
Einzahlungsmethoden und Statuslogik
win2day akzeptiert Kreditkarten (Visa, MasterCard, Diners Club), EPS-Überweisung, Paysafecard, Google Pay, Apple Pay, PayPal und EuroBon. Kryptowährungen sind nicht im Programm – und das ist in einem konzessionierten Markt mit Bankenaufsicht auch folgerichtig. Jede Einzahlung wird einem von drei Status zugeordnet: „Durchgeführt“, „In Bearbeitung“ oder „Abgelehnt“. Wer am Bildschirm einen „Abgelehnt“-Status sieht, weiß, dass die Buchung nicht durchgegangen ist und kein Geld abgeflossen ist. Wer „In Bearbeitung“ sieht, wartet auf die endgültige Bestätigung durch den Zahlungsdienstleister. Diese drei Zustände decken den Großteil dessen ab, was bei einer Einzahlung schiefgehen kann; sie sind keine Spitzfindigkeit, sondern eine Funktionsbeschreibung der Seite.
Auszahlungen: Werktag, dann Banklaufzeit
Auszahlungen gehen ausschließlich auf ein hinterlegtes Auszahlungskonto mit IBAN aus dem Europäischen Wirtschaftsraum. Das schließt etwa Schweizer Konten oder britische Konten außerhalb des EWR aus. win2day weist Auszahlungen im Regelfall innerhalb eines Werktages an; danach braucht die Bank ein bis zwei weitere Werktage. In der Praxis ist das Geld also nach zwei bis drei Werktagen auf dem Konto. Es gibt keine Auszahlungslimits – das gesamte Guthaben kann jederzeit ausgezahlt werden. Ein- und Auszahlungen sind gebührenfrei. Wer eine Auszahlung anstößt, bevor die Identitätsprüfung abgeschlossen ist, wartet auf die Prüfung; wer sie abschließt, bevor eine Auszahlung ansteht, spart sich die Wartezeit beim ersten Gewinn.
Die Funktionsweise ist damit in einem Punkt ungewöhnlich klar: Was eingezahlt wird, geht ohne Limit wieder raus. Was an Gewinnen entsteht, geht auf dasselbe Konto. Wer einen Bonus oder eine Aktion nutzt, sollte sich vorher ansehen, welche Bedingungen daran hängen – denn was an Bonusbedingungen nicht erfüllt ist, wird bei der Auszahlung nicht mit ausbezahlt.
Übersicht: Was der Begriff „casino mit hoher gewinnchance“ in Österreich überhaupt bedeuten kann
Das Grundprinzip: Hohe Gewinnchance heißt nicht hohes Recht
Der Begriff suggeriert, dass es Anbieter gibt, die ihren Spielern bessere Chancen einräumen als andere. Das ist bei seriösen Anbietern über die RTP-Mechanik tatsächlich der Fall – Slots mit 96 %+ Auszahlungsquote sind technisch näher am theoretischen Höchstwert als Slots mit 92 %. Bei weniger seriösen Anbietern ist das Versprechen oft nicht mehr als ein Werbeschild: Eine beworbene „Gewinnchance von 98 %“ bezieht sich meist auf ein einzelnes Spiel, eine bestimmte Spielvariante, oder einen Zeitraum, in dem das Spiel anders konfiguriert war als jetzt. Wer die Auszahlungsquote eines Titels prüfen will, sieht die Information am Spiel selbst; eine pauschale Aussage „Anbieter X hat hohe Gewinnchancen“ ist in der Regel nichts weiter als Marketing.
In Österreich kommt ein zweiter Faktor hinzu: Die Auswahl an Anbietern, die hier überhaupt zulässig spielen lassen dürfen, ist klein. Wer „casino mit hoher gewinnchance“ googelt und dabei nicht zwischen Anbietern unterscheidet, läuft Gefahr, auf einer Seite zu landen, die zwar Malta-lizenziert ist, aber gegenüber österreichischen Spielern keine Konzession hat. Solche Seiten werben aggressiv mit hohen Auszahlungsquoten, bieten manchmal sogar höhere Quoten als win2day – und sind gegenüber Spielern mit Wohnsitz in Österreich rechtlich unbefugt. Was das rechtlich und praktisch bedeutet, ist Thema des nächsten Abschnitts.
Die Frage der Auszahlungsquote bei Slots und Tischspielen
Wer einen Slot spielt, sieht die RTP am Spiel oder in den Spielinformationen. Wer Blackjack nach vollständiger Strategie spielt, kommt nahe an 99 %. Wer Roulette ohne Null spielen würde – was es nicht gibt – wäre bei 100 %. Mit Null liegt französisches Roulette mit La Partage bei etwa 98,6 %, europäisches Roulette mit einfacher Null bei etwa 97,3 %, amerikanisches Roulette mit doppelter Null bei etwa 94,7 %. Diese Zahlen sind mathematisch konstant; sie sind nicht verhandelbar, nicht abhängig vom Anbieter, nicht abhängig von der Tageszeit. Wer sie nachprüfen will, kann das mit einer ausreichenden Spielstichprobe tun. Wer sie nicht nachprüfen will, sollte sich der Größenordnung bewusst sein.
Bei Slots ist die Sache komplizierter: Ein und derselbe Titel kann von Anbieter zu Anbieter unterschiedliche RTP-Konfigurationen haben. Manche Studios liefern ihre Spiele mit mehreren RTP-Stufen aus; manche Anbieter schalten auf die niedrigere. Wer wissen will, was ein Slot bei einem bestimmten Anbieter zurückgibt, muss auf die RTP-Angabe am Spiel selbst sehen – nicht auf das, was im Werbetext steht.
Was die Werbung verschweigt: Volatilität und Trefferquote
Selbst eine RTP von 96 % bedeutet nicht, dass jeder Spieler in jeder Session 96 % seines Einsatzes zurückbekommt. Wer 100 Euro auf einen hochvolatilen Slot setzt, kann in einer Stunde 200 Euro gewinnen – oder 100 Euro verlieren. Wer 100 Euro auf einen niedrigvolatilen Slot setzt, gewinnt seltener hohe Beträge, verliert aber auch langsamer. Die RTP ist ein statistischer Mittelwert über sehr viele Spins; sie ist kein Versprechen für eine einzelne Sitzung. Wer „hohe Gewinnchance“ bewirbt, ohne die Volatilität zu nennen, wirbt mit der halben Wahrheit.
In Österreich ist dieser Mechanismus besonders relevant, weil die Spielsuchtprävention bei win2day direkt an der Spieldauer ansetzt: Es gibt ein verpflichtendes tägliches Spieldauer-Limit, das im Stundentakt individuell gesetzt werden kann. Wer in einer Session länger spielt als geplant, wird vom System ausgebremst. Das ist keine Spielerei; das ist die direkte Folge der Konzessionsauflagen und der Spielerschutzpolitik des BMF.
Rechtslage: Warum in Österreich nur Win2day.at legal ist
Das Glücksspielgesetz und § 12a GSpG
Das österreichische Glücksspielgesetz (GSpG) regelt seit 2010, wer in Österreich Glücksspiel anbieten darf. Für Online-Glücksspiel ist die zentrale Norm § 12a GSpG: Online-Casino-Spiele gelten dort als „elektronische Lotterien“ und sind ein staatliches Monopol, das per Konzession vergeben wird. Diese Konzession für Online-Glücksspiel hält seit Jahren die Österreichische Lotterien Gesellschaft m.b.H. mit Sitz in Wien, die das Angebot unter Win2day.at betreibt. Die Konzession läuft bis zum 30. September 2027. Vor diesem Datum kann nur Win2day.at österreichischen Spielern Online-Casino-Spiele legal anbieten.

Die Konzession für landbasierte Spielbanken hält Casinos Austria AG; dort gilt das Monopol ebenfalls, aber über Spielbankkonzessionen nach § 21 GSpG. Wer in Österreich in einer Spielbank spielt, spielt innerhalb der Konzession; wer online spielt, spielt auf win2day oder spielt unbefugt.
Die Novelle 2026 und der Entwurf vom 4. August 2026
Am 4. August 2026 hat das Bundesministerium für Finanzen den Gesetzesentwurf zur Novelle des Glücksspielgesetzes der Europäischen Kommission zur Notifizierung übermittelt. Danach gilt eine dreimonatige Stillhaltefrist – vor deren Ablauf kann keine parlamentarische Beschlussfassung erfolgen. Der Entwurf sieht eine unabhängige Aufsichtsbehörde und offene Online-Lizenzen mit fünfjähriger Laufzeit ab dem 1. Oktober 2027 vor. Bis dahin bleibt die Rechtslage unverändert: Monopol bei Win2day.at, keine Konzession für andere Anbieter.
Wer sich auf eine Liberalisierung „in Kürze“ beruft, hat den Entwurf nicht zu Ende gelesen: Bis zum Inkrafttreten einer Novelle gilt das geltende Recht. Wer jetzt, im 2026, auf einer Malta-lizenzierten Seite spielt, spielt unbefugt – gleichgültig, ob eine Liberalisierung in Sicht ist.
Was die OGH-Rechtsprechung aus einem Vertrag mit einem nicht konzessionierten Anbieter macht
Der Oberste Gerichtshof hat in zwei Entscheidungen aus 2021 klargestellt, was ein Spielvertrag mit einem unbefugten Anbieter rechtlich ist: nichtig. Am 22. Juni 2021 (1 Ob 229/20p) entschied der OGH, dass Spielverträge mit einem ausländischen Online-Casino unwirksam sind, weil in Österreich einzig Win2day.at über eine gültige Lizenz für Internet-Glücksspiel verfügt; der Kläger erhielt eine Million Euro zurück. Am 25. Juni 2021 entschied der OGH in einer weiteren Sache, dass eine Frau aus dem Burgenland rund 73.000 Euro Spielverluste von ElectraWorks (Marke bwin, Sitz Gibraltar) zurückerhielt. Beide Urteile beruhen auf demselben Prinzip: Wer in Österreich ohne Konzession Glücksspiel anbietet, hat keinen durchsetzbaren Vertrag – und der Spieler kann sein Geld zurückverlangen.
Diese Rechtsprechung gilt nicht abstrakt, sondern ganz praktisch: Wer in den vergangenen Jahren bei einem ausländischen Anbieter gespielt und dabei verloren hat, kann die Rückzahlung einklagen. Die Verfahren ziehen sich – beim Fall gegen bet-at-home etwa, in dem ein Spieler rund 950.000 Euro Online-Roulette-Verluste aus einem 2011 eingeleiteten Verfahren einklagt, hat das Oberlandesgericht Linz zugunsten des Spielers entschieden, der OGH die Sache jedoch mehrfach an die erste Instanz zurückverwiesen –, aber das Ergebnis ist konsistent zugunsten des Spielers. Wer als Mr-Green-Spieler in Österreich geklagt hat, dem wurden Ende 2021 die verlorenen Einsätze zugesprochen; die Verurteilung wurde am 13. April 2022 rechtskräftig. Die Kosten, die derartige Verfahren verursachen, trägt im Unterliegensfall der Anbieter.
Die Konsequenz reicht weiter als nur verlorenes Geld zurückzubekommen. Wer auf einem ausländischen Anbieter gewinnt, kann im Extremfall ebenfalls in einer unsicheren Lage sein: Der Vertrag ist nichtig, und ein Anbieter kann grundsätzlich versuchen, ausgezahlte Gewinne zurückzufordern. Eine Rechtsschutzversicherung deckt ein solches Verfahren nicht ohne Weiteres ab.
Das EU-Recht und die Rechtssache C-77/24
Im Januar 2026 hat der Europäische Gerichtshof in der Rechtssache C-77/24 (Wunner) klargestellt, dass auf Spielverträge mit grenzüberschreitendem Charakter das Recht des Landes Anwendung findet, in dem der Spieler seinen Wohnsitz hat. Wer in Österreich wohnt und auf einem ausländischen Anbieter spielt, unterliegt österreichischem Recht – und damit der OGH-Rechtsprechung. Das ist die ausdrückliche Bestätigung des Prinzipments durch den EuGH und damit der europarechtliche Schlussstein hinter der österreichischen Rechtsprechung.
Werbung, Boni und § 56 GSpG
Werbung für Glücksspiel unterliegt in Österreich dem „verantwortungsvollen Maßstab“ des § 56 GSpG. Konkret heißt das: Lizenznehmer dürfen werben, aber nur so, dass die Werbung nicht in Richtung unverantwortlicher Spielanreize kippt. Werbung für nicht lizenziertes Glücksspiel ist verboten. Es gibt keine festgelegte Obergrenze für Boni; die Begrenzung läuft über die Generalklausel des verantwortungsvollen Maßstabs. Wer in Österreich einen Bonus in ungewöhnlicher Höhe sieht, sollte prüfen, ob der Anbieter überhaupt konzessioniert ist – denn wer ohne Konzession wirbt, wirbt zugleich für ein verbotenes Angebot.
Spielerschutz und Responsible Gaming: Die Pflichttools bei win2day
Pflicht-Limits: Einzahlung und Spieldauer
Wer bei win2day spielt, muss vor dem ersten Spiel ein Einzahlungslimit und ein tägliches Spieldauer-Limit setzen. Das ist keine Kulanzleistung, sondern gesetzliche Pflicht. Das Einzahlungslimit ist altersabhängig gestaffelt: Spielteilnehmer bis zum vollendeten 26. Lebensjahr können maximal 250 Euro pro Woche einzahlen; das Limit wird jeden Freitag um 0:00 Uhr zurückgesetzt. Für Spielteilnehmer ab 26 Jahren liegt das Standardlimit zwischen 1 Euro und 1.680 Euro pro Kalendermonat. Wer mehr als 1.680 Euro monatlich einzahlen will, muss volljährig sein, darf keine aktive Einschränkung haben, in den vorangegangenen 12 Monaten keine Einschränkung gehabt haben und das Konto verifiziert haben. Eine Reduktion des Limits wirkt sofort; eine Erhöhung erfordert eine Wartezeit von mindestens 24 Stunden, weitere Erhöhungen frühestens nach 7 Tagen.
Diese Limits sind nicht symbolisch. Wer im Jahr 2025 in Österreich unter 26 war und 12.000 Euro ausgeben wollte, kann das nicht – die Grenze liegt bei etwa 13.000 Euro im Jahr, aber nur unter den genannten Bedingungen. Wer diese Limits umgehen will, indem er auf einer ausländischen Seite spielt, umgeht sie, riskiert aber den Verlust des rechtlichen Schutzes.
Selbstsperre, Spielpause und MENTOR
Wer sich selbst sperren will, kann das bei win2day für das gesamte Konto oder für einzelne Spielbereiche tun. Die Spielsperre wirkt sofort, ist nicht rückgängig zu machen und endet automatisch nach Ablauf der gewählten Frist. Eine Spielpause ist eine kürzere, in der Regel mehrtägige Pause; wer dauerhaft nicht mehr spielen will, nutzt die Selbstsperre. Beide Werkzeuge sind Pflichtbestandteil der Plattform.
Daneben gibt es das Tool MENTOR, das Kontoinhabern Informationen zu finanziellem und zeitlichem Spielverlauf zeigt, eine Selbsteinschätzung im Vergleich zu anderen Nutzern ermöglicht und Tipps gibt – ohne Einschränkungen durchzusetzen. MENTOR ist ein Frühwarnsystem; wer auffällige Muster im eigenen Spielverhalten sieht, kann hier rechtzeitig gegensteuern. Ergänzend gibt es die Playsponsible-Initiative mit Informationen und begleitender Hilfe bei problematischem Spielverhalten.
Beratung durch Spielsuchthilfe
Die Spielsuchthilfe ist die zentrale österreichische Anlaufstelle für Spieler und Angehörige. Die telefonische Beratung unter (01) 544 13 57 ist von Montag bis Freitag zwischen 10.00 und 13.00 Uhr erreichbar; persönliche Termine sind von Montag bis Samstag zwischen 8.00 und 20.00 Uhr möglich. Die Beratung ist kostenlos, anonym und konfessionell ungebunden. Wer bei win2day gesperrt ist und Hilfe sucht, kann sich direkt an die Spielsuchthilfe wenden; wer noch nicht gesperrt ist und merkt, dass das eigene Spielverhalten aus dem Ruder läuft, ebenfalls.
Das Angebot ergänzt die Pflichttools auf der Plattform. Wer die Plattform-Tools nicht aktiv nutzt, sollte sich bewusst sein, dass sie existieren. Eine Selbstsperre ist in wenigen Klicks gesetzt; eine Erhöhung des Limits erfordert eine Wartezeit – und genau diese Wartezeit ist als Schutzmechanismus gedacht.
Aufsicht: Die Stabsstelle für Spielerschutz im BMF
Im Bundesministerium für Finanzen ist eine Stabsstelle für Spielerschutz eingerichtet (§ 1 Abs. 4 GSpG). Sie ist die zentrale Anlaufstelle für Spielerschutzfragen auf bundespolitischer Ebene. Die Aufsicht über die Konzessionäre – also über win2day und die Spielbanken von Casinos Austria – liegt beim BMF. Verstöße gegen das GSpG können mit Geldstrafen nach § 52 GSpG und mit strafrechtlichen Konsequenzen nach § 168 StGB verfolgt werden; die Verfolgung richtet sich gegen Anbieter, nicht gegen Spieler.
Diese Aufsichtsstruktur ist es, die den Rahmen bildet, in dem win2day operiert. Sie ist auch der Grund, warum Limits und Pflichttools bei win2day funktionieren – und warum sie auf einer Malta-lizenzierten Seite nicht in derselben Form existieren.
Mobile Nutzung: win2day auf Smartphone und Tablet
Mobile Version ohne App-Zwang
win2day ist über den Browser erreichbar; eine native App ist nicht zwingend. Die mobile Webseite passt sich an die Bildschirmgröße an und bietet die gleichen Spiele, Limits und Kontofunktionen wie die Desktop-Version. Wer auf dem Smartphone spielt, muss sich nicht zwischen „App“ und „Webseite“ entscheiden – wer mag, kann die Seite als Verknüpfung auf dem Startbildschirm ablegen, ohne eine separate Anwendung installieren zu müssen. Das hat einen praktischen Vorteil: Es gibt keine zwei Versionsstände, die auseinanderlaufen können. Wer ein Spiel auf dem Desktop beginnt, kann auf dem Smartphone weiterspielen; die Spieldauer-Limits laufen auf demselben Konto.
Touchscreen-Mechanik und Spielgefühl
Slots, Roulette und Blackjack funktionieren am Touchscreen grundsätzlich anders als an Maus und Tastatur. Die Bedienung ist reduzierter, was bei Slots ein Vorteil ist (weniger versehentliche Klicks, klarere Spin-Schaltfläche), und bei Tischspielen eine Umstellung (das Setzen passiert per Tippen auf das Feld). Die Live-Tische laufen auch am Mobilgerät in Echtzeit; wer hier spielt, sollte eine stabile WLAN-Verbindung haben, damit es nicht mitten in einer Handlung zu Aussetzern kommt.
Spieldauer-Limit und mobile Kontrolle
Das tägliche Spieldauer-Limit gilt geräteübergreifend. Wer auf dem Smartphone spielt, kann sich nicht dadurch „freispielen“, dass die Sitzung auf einem anderen Gerät weiterläuft. Eine Erhöhung des täglichen Spieldauer-Limits erfordert eine Wartezeit von 72 Stunden – auch das gilt unabhängig vom Gerät. Wer unterwegs spielt und merkt, dass das Limit zu eng wird, kann es nicht mal eben für die nächste Sitzung anheben; die 72-Stunden-Wartezeit ist ein Schutz gegen Impulsentscheidungen.
Push-Benachrichtigungen und Eigenkontrolle
Wer die Seite als Lesezeichen auf dem Startbildschirm ablegt, bekommt keine systemseitigen Erinnerungen; win2day selbst versendet keine Push-Benachrichtigungen mit Werbecharakter. Das ist eine bewusste Entscheidung im Rahmen des verantwortungsvollen Maßstabs nach § 56 GSpG. Wer auf Push-Benachrichtigungen aus ist, muss sie selbst konfigurieren – und kann sie genauso leicht wieder abschalten. Die Eigenkontrolle bleibt beim Spieler; die Plattform liefert die Werkzeuge, nicht den Anstoß.
Die zehn Anbieter im Überblick: Wer steht in Österreich, wer hat eine Konzession, wer nicht
Die folgende Tabelle vergleicht die zehn in diesem Text behandelten Anbieter nach vier Merkmalen: Markenname, österreichischer Status (Konzession ja oder nein), gerichtliche Entscheidung in Österreich (ja oder nein, mit Hinweis auf die Quelle) und subjektbezogene Unterstützung für das Thema „casino mit hoher gewinnchance“. Die Spalte zur subjektbezogenen Unterstützung bleibt leer, weil research für keinen der genannten Anbieter eine direkte Auszahlungsquote oder ein Treueversprechen ausgewiesen hat, das sich auf das hier behandelte Thema bezieht. Was bleibt, ist die Frage der Lizenz und der gerichtlichen Vorgeschichte – und genau dort entscheidet sich, ob ein Anbieter für österreichische Spieler überhaupt eine Option ist.
| Marke | Österreichischer Status | OGH-Verfahren / österreichische Gerichtsentscheidung | Subjektbezogener Hinweis |
|---|---|---|---|
| win2day | Konzession für Online-Glücksspiel (elektronische Lotterien, § 12a GSpG), gültig bis 30. September 2027 | — | — |
| Betway | Keine österreichische Konzession für Online-Casino-Spiele | — | — |
| bwin | Keine österreichische Konzession für Online-Casino-Spiele | OGH 25. Juni 2021: ElectraWorks (Marke bwin) zur Rückzahlung von rund 73.000 Euro Spielverlusten verurteilt | — |
| bet365 | Keine österreichische Konzession für Online-Casino-Spiele | — | — |
| Lottoland | Keine österreichische Konzession für Online-Casino-Spiele | — | — |
| bet-at-home | Keine österreichische Konzession für Online-Casino-Spiele | OLG Linz: Kläger bekam rund 950.000 Euro Online-Roulette-Verluste zugesprochen; OGH verwies mehrfach zurück | — |
| Mr Green | Keine österreichische Konzession für Online-Casino-Spiele | Verurteilung Ende 2021, rechtskräftig 13. April 2022: Rückzahlung der verlorenen Einsätze an einen Spieler mit Wohnsitz in Österreich | — |
| Tipico | Keine österreichische Konzession für Online-Casino-Spiele | — | — |
| LeoVegas | Keine österreichische Konzession für Online-Casino-Spiele | — | — |
| Tipp3 | Österreichische Sportwetten-Marke der Österreichischen Lotterien-Gruppe; keine Online-Casino-Spiele, Sportwetten nach Landesrecht | — | — |
Was die Tabelle zeigt: Von zehn Anbietern hält nur einer eine österreichische Online-Konzession. Drei Marken – bwin, bet-at-home und Mr Green – sind durch konkrete OGH- oder OLG-Entscheidungen auffällig geworden, in denen österreichische Spieler ihr Geld zurückbekommen haben. Die übrigen Marken – Betway, bet365, Lottoland, Tipico, LeoVegas – halten Lizenzen in Malta oder Gibraltar, sind aber gegenüber österreichischen Spielern ohne Konzession. Tipp3 nimmt eine Sonderrolle ein: Es ist eine österreichische Marke der Österreichischen Lotterien-Gruppe, bietet aber nur Sportwetten an, keine Online-Casino-Spiele.
Die Tabelle lässt bewusst eine Spalte frei. Die Idee hinter dem Begriff „casino mit hoher gewinnchance“ suggeriert, dass es Anbieter gibt, die ihren Spielern bessere Chancen einräumen als andere – und diese Behauptung lässt sich auf der Ebene des Anbieters nicht seriös belegen. Sie lässt sich nur auf der Ebene des Einzeltitels prüfen, und diese Prüfung gehört zum Spiel selbst, nicht zum Vergleich der Anbieter.
win2day: Der einzige konzessionierte Anbieter
Win2day.at ist die einzige Adresse in Österreich, an der Online-Casino-Spiele legal angeboten werden. Betrieben wird die Seite von der Österreichischen Lotterien Gesellschaft m.b.H., Sitz Rennweg 44, 1038 Wien, eingetragen beim Handelsgericht Wien unter FN 54472 g. Die Konzession für elektronische Lotterien nach § 12a GSpG gilt bis zum 30. September 2027.
Was win2day von anderen Anbietern unterscheidet, ist nicht in erster Linie der Spielkatalog – der ist enger als bei typischen Malta-Casinos –, sondern das, was die Konzession mit sich bringt: Pflicht-Limits bei Einzahlung und Spieldauer, sofortige Selbstsperre ohne Rückgängigmachung, MENTOR als Frühwarnsystem, Playsponsible-Initiative, telefonische Beratung über die Spielsuchthilfe und die Aufsicht durch das BMF. Wer hier spielt, spielt innerhalb eines Rahmens, der Spieler nicht als Kunden, sondern als schutzbedürftige Personen behandelt. Das klingt nach Bevormundung, ist aber die direkte Folge einer Konzession, die an Auflagen gebunden ist. Wer diese Auflagen nicht will, kann nicht bei win2day spielen.
Im Vergleich zu den nachfolgenden Marken ist win2day der einzige Anbieter, bei dem ein österreichischer Spieler mit Wohnsitz in Österreich ohne rechtliches Risiko spielt. Die Konzession schützt den Vertrag; wer hier gewinnt, kann sein Geld ohne Risiko einer Rückforderung ausgezahlt bekommen; wer hier verliert, hat nicht zugleich einen Prozess am Hals. Das ist der Kern des Unterschieds.
Betway: Lizenz in Großbritannien, keine Konzession in Österreich
Betway Limited ist eine Gesellschaft mit Sitz in 9 Empire Stadium Street, Gzira, GZR 1300, Malta. Bei der britischen Gambling Commission hält das Unternehmen unter Kontonummer 39372 aktive Fernglücksspiel-Lizenzen für Casino und General Betting Standard (Real und Virtual Event). Diese Lizenzen decken das Angebot für Spieler mit Wohnsitz in Großbritannien ab; gegenüber österreichischen Spielern hat Betway keine Konzession nach dem GSpG.
Wer Betway aus Österreich nutzt, tut dies auf eigenes Risiko. Die Frage, ob Betway in einem konkreten Fall österreichisches Recht beachtet hat, hängt an den konkreten Vertragsbedingungen und an der Frage, ob der Anbieter den österreichischen Markt aktiv beworben hat. research hat für Betway kein konkretes OGH-Verfahren dokumentiert; das Fehlen eines solchen Verfahrens bedeutet nicht, dass kein Verfahren möglich wäre. Es bedeutet nur, dass in den research-Quellen kein solches Verfahren aufgetaucht ist.
bwin: OGH-Urteil 25. Juni 2021
bwin wird über die Marke ElectraWorks betrieben, mit Sitz in Gibraltar. Der OGH hat am 25. Juni 2021 entschieden, dass Spielverträge mit unlizenzierten Online-Glücksspielanbietern nichtig sind; eine Frau aus dem Burgenland erhielt daraufhin von ElectraWorks (Marke bwin) rund 73.000 Euro Spielverluste zurück. Die Entscheidung ist eine der beiden zentralen OGH-Entscheidungen, die den Rechtsrahmen für Online-Glücksspiel in Österreich geprägt haben – neben dem Urteil vom 22. Juni 2021 (1 Ob 229/20p), in dem einem Kläger eine Million Euro erstattet wurde.
Für österreichische Spieler heißt das: Wer bei bwin gespielt und verloren hat, kann die Rückzahlung einklagen. Wer noch spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Verträge nichtig sind – und dass ein Gewinn im Zweifel von bwin zurückgefordert werden könnte.
bet365: Lizenz in Gibraltar, keine Konzession in Österreich
bet365 wird von Hillside (Gibraltar) Ltd betrieben, Unit 1.1, First Floor, Waterport Place, 2 Europort Avenue, Gibraltar. Das Unternehmen hält die Remote-Glücksspiellizenzen RGL Nr. 76, 78, 129 und 130, die unter anderem bet365 Casino und bet365 Sports abdecken. Diese Lizenzen decken das Angebot für Spieler mit Wohnsitz in Großbritannien ab; gegenüber österreichischen Spielern hat bet365 keine Konzession nach dem GSpG.
Wer von Österreich aus auf bet365 spielt, spielt ohne österreichische Konzession. research hat für bet365 kein konkretes OGH-Verfahren dokumentiert; die Rechtslage ist jedoch dieselbe wie bei anderen ausländischen Anbietern. Die Verträge sind nichtig; Verluste können zurückgefordert werden; Gewinne stehen unter dem Vorbehalt einer Rückforderung durch den Anbieter.
Lottoland: Lizenz in Gibraltar, keine Konzession in Österreich
Lottoland wird von EU Lotto Ltd betrieben, Sitz Ocean Village Promenade, Gibraltar. Das Unternehmen hält die Lizenzen Betting RGL Nr. 066 und Gaming RGL Nr. 085, die auch die Marken Lottohelden und Sorte Online abdecken. Gegenüber österreichischen Spielern hat Lottoland keine Konzession nach dem GSpG.
Auch hier gilt: Wer von Österreich aus spielt, tut dies auf eigenes Risiko. Die Frage, ob die Spielverträge vor österreichischen Gerichten standhalten, ist nach der OGH-Rechtsprechung 2021 mit hoher Wahrscheinlichkeit zu verneinen.
bet-at-home: OLG Linz, rund 950.000 Euro, OGH verwies mehrfach zurück
Im Fall gegen bet-at-home klagte ein Spieler auf Rückzahlung von rund 950.000 Euro Online-Roulette-Verlusten aus einem 2011 eingeleiteten Verfahren. Das Oberlandesgericht Linz entschied zugunsten des Spielers; danach verwies der Oberste Gerichtshof die Sache mehrfach an die erste Instanz zurück. Das Verfahren zieht sich; die Tendenz ist eindeutig zugunsten des Spielers.
Auch hier ist der Mechanismus derselbe: bet-at-home hat keine österreichische Konzession; die Verträge sind nichtig; die Rückforderung von Verlusten ist vor österreichischen Gerichten durchsetzbar. research hat keinen rechtskräftigen Endstand dokumentiert; die Tendenz ist klar.
Mr Green: Verurteilung Ende 2021, rechtskräftig 13. April 2022
Mr Green wurde Ende 2021 in Österreich dazu verurteilt, einem in Österreich wohnhaften Spieler die verlorenen Einsätze zurückzuzahlen, da Mr Green über keine österreichische Glücksspielkonzession verfügte. Die Verurteilung wurde am 13. April 2022 rechtskräftig, nachdem die Berufung von Mr Green erfolglos blieb. Der Fall ist die bislang klarste Bestätigung der OGH-Linie auf der Ebene der ersten Instanz und Berufung.
Wer bei Mr Green in Österreich gespielt und verloren hat, kann die Rückzahlung einklagen. Die Kosten des Verfahrens trägt im Unterliegensfall der Anbieter.
Tipico: Lizenz in Malta, keine Konzession in Österreich
Tipico Group Ltd. ist eine Gesellschaft maltesischen Rechts mit Sitz Tipico Tower, Vjal Portomaso, STJ 4011, St. Julian’s, Malta, eingetragen bei der Malta Business Registry unter der Nummer C75334. Tipico hält eine MGA-Lizenz; gegenüber österreichischen Spielern hat Tipico keine Konzession nach dem GSpG.
research hat für Tipico kein konkretes OGH-Verfahren dokumentiert; die Rechtslage entspricht der der anderen ausländischen Anbieter. Wer von Österreich aus bei Tipico spielt, tut dies auf eigenes Risiko.
LeoVegas: Lizenz in Großbritannien, keine Konzession in Österreich
LeoVegas Gaming PLC, Sitz Level 7, Plaza Commercial Center, Bisazza Street, Sliema, SLM 1640, Malta, hält bei der britischen Gambling Commission unter Kontonummer 39198 aktive Fernglücksspiel-Lizenzen für Bingo, Casino und General Betting Standard (Real und Virtual Event). Gegenüber österreichischen Spielern hat LeoVegas keine Konzession nach dem GSpG.
Auch hier gilt: Verträge mit österreichischen Spielern sind nichtig; Verluste können zurückgefordert werden. research hat für LeoVegas kein konkretes OGH-Verfahren dokumentiert.
Tipp3: Österreichische Sportwetten-Marke, keine Online-Casino-Spiele
Tipp3 wird von der Österreichischen Sportwetten Gesellschaft m.b.H. betrieben, Sitz Rennweg 44, 1038 Wien, eingetragen im Firmenbuch beim Handelsgericht Wien unter FN 196645i. Tipp3 ist eine Sportwetten-Marke und ist im Rahmen des niederösterreichischen Wettgesetzes lizenziert. Tipp3 bietet keine Online-Casino-Spiele an. Wer Casino-Spiele sucht, ist hier falsch; wer Sportwetten sucht, hat es mit einer österreichischen Marke zu tun, die innerhalb der jeweiligen Landesgesetzgebung operiert.
Online-Casino-Spiele der Österreichischen Lotterien-Gruppe laufen ausschließlich über win2day. Tipp3 und win2day sind beide Töchter der Österreichischen Lotterien-Gruppe, bedienen aber unterschiedliche Lizenzregime – Tipp3 nach Landesrecht für Sportwetten, win2day nach § 12a GSpG für Online-Glücksspiel.
Was die win2day-Limits in der Praxis bedeuten
Wer bei win2day spielt, hat zwei Limits zu setzen: ein Einzahlungslimit und ein tägliches Spieldauer-Limit. Beide Limits sind verpflichtend; wer sie nicht setzt, kann nicht spielen. Das ist kein Detail am Rand – es ist die direkteste Konsequenz aus der Konzession.
Einzahlungslimits in zwei Stufen
Für Spieler bis zum vollendeten 26. Lebensjahr liegt das Limit bei 250 Euro pro Woche; das Limit wird jeden Freitag um 0:00 Uhr zurückgesetzt. Wer freitags um 23:00 Uhr 250 Euro eingezahlt hat, kann am Samstag kein weiteres Geld einzahlen; das System lässt es nicht zu. Das Wochenlimit ist hart; eine Erhöhung ist innerhalb dieser Altersgruppe nicht möglich. Wer aus dieser Altersgruppe herauswächst, fällt in den Standardbereich für Spieler ab 26.
Für Spieler ab 26 Jahren liegt das Standardlimit zwischen 1 Euro und 1.680 Euro pro Kalendermonat. Wer 1.680 Euro einzahlt, hat das Limit für den Rest des Monats ausgeschöpft. Wer mehr einzahlen will, kann das Limit erhöhen – vorausgesetzt, der Kontoinhaber ist mindestens 26 Jahre alt, hat keine aktive Einschränkung, in den vorangegangenen 12 Monaten keine Einschränkung gehabt und das Konto verifiziert. Die Erhöhung erfordert eine Wartezeit von mindestens 24 Stunden; weitere Erhöhungen frühestens nach 7 Tagen.
Eine Reduktion des Limits wirkt sofort. Wer also merkt, dass das eigene Spielverhalten außer Kontrolle gerät, kann das Limit auf 1 Euro herabsetzen – und ab dem Moment nicht mehr einzahlen.
Bandbreite der monatlichen Verlustmöglichkeit
Die Folge aus diesen Limits ist eine klare Obergrenze. Wer das Standardlimit von 1.680 Euro pro Monat ausschöpft, verliert maximal diesen Betrag – im Worst Case, wenn alles eingesetzt wird und nichts zurückgewonnen wird. Wer das Wochenlimit für unter 26-Jährige von 250 Euro ausschöpft, verliert im Monat maximal rund 1.087 Euro (52 Wochen mal 250, dann auf 4,33 Wochen pro Monat umgelegt), in der Praxis weniger, weil das Limit nur einmal pro Woche zur Verfügung steht.
Bei Spielern ab 26, die das Standardlimit auf 1.680 Euro halten, liegt die maximale monatliche Verlustmöglichkeit bei 1.680 Euro. Wer das Limit erhöht, kann theoretisch mehr einzahlen – research hat für die erhöhte Obergrenze keinen festen Wert dokumentiert. Wer das Limit auf das absolute Minimum von 1 Euro setzt, kann nur diesen Betrag pro Monat einzahlen.
Diese Bandbreite – zwischen 1 Euro und 1.680 Euro pro Monat für unter-26-Jährige noch enger – ist die direkte Folge der Konzession. Auf einer Malta-lizenzierten Seite fehlt diese Bandbreite; wer dort spielt, kann einzahlen, was das Konto hergibt. Genau darin liegt der Unterschied: Bei win2day ist die maximale monatliche Verlustmöglichkeit durch die Plattform selbst begrenzt; bei einem ausländischen Anbieter nur durch das eigene Bankkonto.
Spieldauer-Limit: Stunden, nicht Runden
Das tägliche Spieldauer-Limit ist im Stundentakt einstellbar. Wer sich für 3 Stunden pro Tag entscheidet, kann ab dem Ende der dritten Stunde nicht mehr spielen – die Plattform sperrt das Spiel für den Rest des Tages. Eine Erhöhung erfordert eine Wartezeit von 72 Stunden. Auch hier wirkt eine Reduktion sofort.
Dieses Limit zielt auf die Spielzeit, nicht auf die Summe der Einsätze. Wer 3 Stunden spielt und dabei 50 Euro verliert, hat 50 Euro verloren und 3 Stunden verbraucht. Wer 3 Stunden spielt und dabei 200 Euro verliert, hat 200 Euro verloren und 3 Stunden verbraucht. Das Limit ist nicht an den Verlust gekoppelt, sondern an die Zeit – und genau das macht es wirksam gegen das, was Spielsucht ausmacht: die Zeit, die man am Bildschirm verbringt, ohne es zu merken.
Pflicht vs. Kür: Was win2day verlangt und was nicht
Was win2day verlangt: Einzahlungslimit und Spieldauer-Limit vor Spielbeginn, Identitätsprüfung vor der ersten Auszahlung. Was win2day nicht verlangt, aber anbietet: MENTOR zur Selbsteinschätzung, Playsponsible-Informationen, freiwillige Spielpause, freiwillige Selbstsperre. Die Pflichttools sind nicht verhandelbar; die Kürtools sind freiwillig, aber leicht zugänglich.
Wer auf einer ausländischen Seite spielt, hat diese Struktur nicht. Es gibt keine Pflichtlimits, keine verpflichtende Spielpause, keine Selbstsperre im selben Format. Die Frage, was ein Spieler dort bekommt, wenn er die Kontrolle verliert, hat keine Antwort.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die beste Gewinnchance im Casino?
Die „beste“ Gewinnchance ist eine Frage des Einzeltitels, nicht des Anbieters. Blackjack nach vollständig gespielter Strategie kommt nahe an 99 % Auszahlungsquote, französisches Roulette mit La Partage liegt bei rund 98,6 %, europäisches Roulette bei rund 97,3 %. Bei Slots schwankt die Auszahlungsquote je nach Titel und Konfiguration erheblich; die einzige verlässliche Quelle ist die RTP-Angabe am Spiel selbst. Wer „die beste Gewinnchance“ sucht, prüft den Einzeltitel und seine Spielmechanik, nicht den Werbetext des Anbieters.
Was ist die höchste Gewinnchance im Casino?
Die höchste Auszahlungsquote unter den Standardspielen findet sich bei Blackjack mit vollständiger Strategie. Innerhalb der Slots hängt die „höchste“ Quote vom konkreten Titel ab; manche Slots erreichen 96 % bis 98 %, andere bleiben unter 94 %. Eine pauschale Aussage „Casino X hat die höchste Gewinnchance“ ist statistisch nicht belastbar – sie lässt sich nur auf den Einzeltitel beziehen.
Welche Gewinnchance bietet das Online-Casino?
Das kommt auf den Anbieter und das Spiel an. In Österreich bietet nur Win2day.at legal Online-Casino-Spiele an. Innerhalb von win2day hängt die Gewinnchance vom konkreten Spiel ab – dieselbe Streuung wie auf anderen Plattformen, nur innerhalb eines konzessionierten Rahmens mit Pflichtlimits und Identitätsprüfung. Wer die Gewinnchance eines konkreten Titels prüfen will, sieht die RTP-Angabe am Spiel.
Ist „casino mit hoher Gewinnchance Österreich“ in Österreich legal?
In Österreich legal ist nur, was unter der Konzession nach § 12a GSpG läuft – und das ist ausschließlich Win2day.at. Andere Online-Casinos, gleichgültig ob mit MGA-Lizenz in Malta oder RGL-Lizenz in Gibraltar, sind gegenüber österreichischen Spielern ohne Konzession. Wer auf einer solchen Seite spielt, spielt ohne Konzession – und die OGH-Rechtsprechung von 2021 macht solche Verträge nichtig.
Welcher Anbieter hat in Österreich eine Konzession für Online-Glücksspiel?
Ausschließlich Win2day.at, betrieben von der Österreichischen Lotterien Gesellschaft m.b.H. Die Konzession für elektronische Lotterien nach § 12a GSpG gilt bis zum 30. September 2027. Eine Novelle des GSpG mit offenen Online-Lizenzen ab dem 1. Oktober 2027 ist als Entwurf seit dem 4. August 2026 in Notifizierung; bis zur Beschlussfassung gilt das geltende Recht.
Kann man Verluste bei einem Online-Casino ohne österreichische Konzession zurückfordern?
Ja. Der OGH hat in zwei Entscheidungen aus 2021 (22. Juni 2021, 1 Ob 229/20p; 25. Juni 2021) klargestellt, dass Spielverträge mit nicht konzessionierten Anbietern nichtig sind. Spieler mit Wohnsitz in Österreich können ihre Verluste einklagen; in mehreren Fällen (Mr Green, bwin, bet-at-home) haben Gerichte den Spielern die Verluste zugesprochen. Die Verfahren ziehen sich teils über Jahre, aber die Tendenz ist eindeutig zugunsten der Spieler. Wer noch spielt, sollte sich bewusst sein, dass Gewinne unter dem Vorbehalt einer Rückforderung durch den Anbieter stehen können.
Verfasst vom Team von „Casino Bank AT”.
